Malta – Gozo eine BGA Kletterreise (27.10. – 9.11.2014)

Teilnehmer: Giger Kari, Walder Andreas, Wälti Gerda, Wagner Thomas, Christine und Franz Zürcher und Toggenburger Urs vor Ort bei einem Sprachaufenthalt in Gozo und Elena die abreist bevor die BGA-ler eintreffen.

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Mehr über Malta als Inselstaat findest Du nach dem Bericht.

Bericht von Franz und Christine

Was stellen wir uns vor: Klettern an der Wärme, kurze Hosen, rauer Fels und wenig Kletterer. Kurze Anfahrten, nette einheimische Leute, feines Essen und guten Wein. So haben wir uns Malta vorgestellt. Was treffen wir an: Kurzhosenwetter haben wir bis auf wenige Tage, extrem rauer Fels vor dem man sich in Acht nehmen muss in vielen Gebieten, feines Essen in vielen Lokalen, nicht zufriedene Landbesitzer und Angelina Jolie die uns den Zugang zum Klettern erschweren.

Klettergebiete in Gozo: Black Slabs, eine geniale rauhe, steile Felsplatte. Der Landbesitzer mit seinem Anwalt (und der Kirche im Rücken) wollen nicht, dass an den Felsen geklettert wird. San Dimitri, ein schönes Mehrseillängen Gebiet wo man ans Meer abseilt. Die Vogelfänger auf der Hochfläche sind nicht erfreut über uns Kletterer, so dass wir das Gebiet den  Jägern überlassen. Mgarr ix-Xini oder Angelina Jolie die wegen Filmaufnahmen niemand in der Nähe haben will und genial abgeschirmt wird. Dann hat es auch noch 5 andere ganz nette Klettergebiete wo wir immer alleine sind oder höchstens noch 2 andere Kletterer vorfinden.

Klettergebiete in Malta: Auch da hat es einige Gebiete die wunderschön sind. Christine und ich waren noch einen Tag in Malta in Wied Babu. Super Fels, viele Löcher und Leisten und doch sehr fingerschonend.

Wetter: Mehrheitlich haben wir gutes Wetter bis auf die letzten Tage wo es recht stürmisch und eher feucht wird. Auch der Wellengang macht der Fähre einen Strich durch die Rechnung und lässt ein paar BGAler 3 Stunden warten und hoffen, dass sie doch noch ins traute Heim in Xlendi (sprich Schländi) zurück fahren können.

Der Flug mit der Air Malta dauert nicht ganz 2 ½ Stunden von Zürich nach Malta  – Valletta. Der Hinflug ruhig und der Rückflug sehr ruppig.

Am Flughafen werden wir von einem Kleinbus abgeholt und zum Fährhafen nach Gozo, auf Malta gebracht. Zu Fuß geht man auf die Fähre und fährt nach Gozo und auch da wartet schon der nächste Bus für die Weiterreise nach Xlendi zu unserem Ferienort. Hier hat Kari eine günstige Wohnung gefunden. 5 Minuten ins Dorf, perfekte Meersicht und sehr ruhig gelegen. Bei den sanitarischen Einrichtungen muss man eher 2 Augen zudrücken. Didi der deutschstämmige Outdoor – Organisator ist aber sehr behilflich bei allem und hilft und flickt, gibt gute Tipps wo es nötig ist und weiß über alles Bescheid. Danke Didi.

Da Gozo eine kleine Insel ist, machen wir mit unserem Mietauto auch nicht viele Kilometer. Pro Tag ergeben sich so um die 20 km im Schnitt. Auch die wenigen Kilometer reichen aus um sich im Linksverkehr eher ab zu mühen als locker zu Fahren. Der große Vorteil von Gozo ist, dass es sehr wenig Verkehr hat und auch praktisch keine Touristen da sind. Obwohl Gozo den Tourismus fördern will mit dem Einrichten von Klettergärten, sind die Einwohner noch nicht überall erfreut über Kletterer. Man kennt Klettern noch nicht und hinterfragt diesen Sport ein wenig. Was ist daran interessant, an steilen Wänden hoch zu steigen und gleich wieder ab zu seilen?

Dafür sehen wir jede Menge Jäger, zwar keine erfolgreichen, aber Schießen hört man täglich mehrmals. Der Nationalsport in Malta und Gozo muss Jagen sein. Draußen in der freien Natur findet man hunderte von leeren Hülsen die niemand einsammelt. Das Reinlichkeitsgefühl der Malteser ist nicht sehr ausgeprägt.

Malta hat 13 Klettergebiete und Gozo hat 8 Gebiete. Täglich fahren wir in ein anderes Gebiet und erfreuen uns an der hübschen Insel und den herrlichen Routen. Dass Gozo nicht allzu einträglich ist für das Klettern merken wir bald und dazu sind noch 3 Gebiete die mehr gesperrt gelten als zugänglich, macht die Gebietsdichte auch nicht besser. So sind wir mehrmals im selben Gebiet beim Klettern an zu treffen und können  doch immer wieder neue Routen Klettern.

Fazit: Klettern auf Malta und Gozo ist ganz nett, nicht sehr einträglich von der Anzahl der Gebiete, aber es bietet schöne Landschaften und den Genuss alleine im Klettergebiet zu sein. Zum Glück gibt es da kein Gipfelbuch wo sich Kreti und Pleti profilieren können. Wer ein Kalymnos felling wünsch ist da am falschen Ort.

375px-Coat_of_arms_of_Malta.svgDie Republik Malta (malt. Repubblika ta’ Malta) ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (einschließlich Manoel Island, etwa 246 Quadratkilometer), Gozo (malt. Għawdex, etwa 67 Quadratkilometer) und Comino (Kemmuna, etwa drei Quadratkilometer) sowie auf die unbewohnten Kleinstinseln Cominotto (Kemmunett), Filfla, St. Paul’s Islands und Fungus Rock.

Die Hauptinsel Malta ist in zwei Regionen mit fünf Bezirken gegliedert. Gozo und Comino bilden zusammen die dritte Region und den sechsten Bezirk. Der Name Malta geht auf die punische Bezeichnung für einen Zufluchtsort malet zurück, die Griechen nannten die Inseln Melite (Μελίτη), bei den Römern hieß sie Melita.

Malta war britische Kolonie und wurde am 21. September 1964 unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde es Mitglied der Europäischen Union und ist seitdem deren kleinster Mitgliedsstaat. Am 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt.

Geographie: Malta zählt mit einer Fläche von 316 Quadratkilometern zu den sogenannten Zwergstaaten, ist etwas kleiner als die Stadt Bremen und knapp doppelt so groß wie Liechtenstein. Der Archipel liegt 81 Kilometer südlich der Küste Siziliens, 350 Kilometer nördlich der libyschen Hafenstadt Al Khums, 150 Kilometer nordöstlich von Lampedusa und ungefähr 285 Kilometer südöstlich der tunesischen Halbinsel Cap Bon; er ist neben Zypern das einzige Land der Europäischen Union, das zur Gänze südlich des 37° Breitengrades liegt.

Die Hauptinsel Malta (mlt. Malta) ist 246 Quadratkilometer groß, gen Südosten ausgerichtet und erreicht eine Länge von 28 und eine maximale Breite von 13 Kilometern. Zwischen ihrem nordwestlichen Ende und der zweiten Hauptinsel Gozo (mlt. Għawdex) erstreckt sich der 4,4 Kilometer weite Gozokanal, in dem die 2,7 Quadratkilometer große Insel Comino (Kemmuna) sowie das unbewohnte Felseneiland Cominotto (mlt. Kemmunett) liegen. Gozo ist nahezu in Ost-West-Richtung ausgerichtet, misst 14,3 Kilometer in der Länge, bis zu 7,25 Kilometer in der Breite und hat eine Oberfläche von insgesamt 67 Quadratkilometer. Die weiteren – sämtlich unbewohnten – Inseln des Staates sind das 4,4 Kilometer südlich Maltas gelegene Filfla (mlt. Filfola) und die Saint Paul’s Islands (malt.: Il-Gżejjer ta’ San Pawl) am nördlichen Ende der St. Paul’s Bay, die 83 Meter vor der Küste liegen und tatsächlich zusammenhängen, deren Verbindungsstück bei rauer See allerdings überspült werden kann. Im Westen Gozos, an der Schwarzen Lagune nahe dem Dwejra Point ragt der 60 Meter hohe Fungus Rock (mlt. Il-Ġebla tal-Ġeneral) aus dem Meer, ein großer Kalksteinfelsen. Manoel Island (mlt. Il-Gżira Manwel) im Marsamxett Harbour zwischen Valletta und Sliema wird gemeinhin nicht mehr zu den Inseln gezählt, da sie über einen Damm und eine Straße mit dem Festland verbunden ist.

Das charakteristischste geographische Merkmal Maltas ist die Verschiedenheit seiner Küstenlinien, was sich besonders auf der Hauptinsel offenbart. Sind die Ost- und die Nordostseite von flachen Stränden und weiten Buchten wie beispielsweise der Marsaxlokk Bay, dem Marsamxett Harbour, dem Grand Harbour, der Mellieħa Bay und der St. Paul’s Bay geprägt, finden sich im Südwesten und Norden sehr scharf gezeichnete Küstenabschnitte mit Felsformationen und grottenähnlichen Einschnitten. Auf dieser Seite erhebt sich Malta sehr schroff aus dem Meer und bildet langgezogene Steilküsten, die an den Dingli Cliffs im Ta’ Dmejrek kulminieren, der mit 253 Metern höchsten Erhebung des Landes. Weitere Karsthöhenzüge finden sich im Nordwesten mit der Mellieħa Ridge, der Bajda Ridge und der bekannten, bis zu 122 Meter hohen Marfa Ridge. Die höchsten Erhebungen Gozos messen 127 Meter.

Auf Grund der extremen Wasserarmut (siehe Abschnitt Wasserversorgung) existieren auf Malta, Gozo und Comino keine permanenten Flüsse. Nach starken Niederschlägen im Winter können sich allerdings einige ausgetrocknete Bachbetten zeitweise mit Regenwasser füllen. Diese zumeist kleinen Rinnsale finden sich in engen Felsentälern, so genannten Wieds, wo sie nicht so schnell wieder verdunsten. Der längste dieser zeitweiligen Bachläufe ist jener durch das Wied l-Għasri, der an der Nordküste Gozos in eine fjordähnliche Meeresbucht abfließt. Der einzige größere See des Archipels ist künstlich angelegt und befindet sich innerhalb des Ghadira Nature Reserve auf der Landenge vor der Marfa Ridge knapp zwei Kilometer nordwestlich von Mellieħa. Er misst 350 mal 220 m und besitzt zahlreiche Binneninseln.

Geologie: Die geologische Geschichte Maltas beginnt am Ende des Tertiärs, als zwischen Südsizilien und Nordafrika eine Landbrücke bestand, die das frühe Mittelmeer in zwei Becken teilte. Nachdem der steigende Meeresspiegel diese überflutet hatte, lagerten sich am Ort des heutigen Archipels im Paläozän vor rund 60 Millionen Jahren Sedimente aus Korallen- und Muschelkalk ab. Im Laufe der Erdzeitalter folgten Ablagerungen von Globigerinenkalk und blauem Ton und im Oligozän Sandstein und eine weitere koralline Schicht. Im Pliozän schließlich erhoben sich die Inseln langsam aus dem Meer. Während der Würmeiszeit bildete sich im Zuge des sinkenden Wasserspiegels erneut die Landbrücke heraus, wurde aber mit dem Ende der Eiszeit vor gut 13.000 Jahren endgültig unterbrochen. Die maltesischen Inseln liegen auf der Afrikanischen Kontinentalplatte und gehören somit geologisch zu Afrika.

(Quelle: Wikipedia)

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